Vorgestellt: Antonio Hirt und seine Ausbildung zum Fertigungsmechaniker

Antonio Hirt ist 19 Jahre alt und lernt den Beruf Fertigungsmechaniker bei der Firma TMP Fenster + Türen GmbH® in Bad Langensalza. Zurzeit ist er im 3. Ausbildungsjahr.

Antonio Hirt und seine Ausbildung zum Fertigungsmechaniker

„In meinem Ausbildungsunternehmen werden, wie der Name schon andeutet, Fenster und Türen hergestellt. Unsere Produktpalette umfasst aber weitaus mehr als „nur“ Fenster und Türen. Auch Wintergärten, Fassaden und Insektenschutzgitter werden von uns gefertigt.

Seit 1990 schlossen mehr als 160 Jugendliche ihre Berufsausbildung in den verschiedensten Bereichen des Unternehmens ab. Derzeit beschäftigt die TMP Gruppe 327 Mitarbeiter an 6 Standorten, davon befinden sich 5 in Deutschland. Das Stammwerk in Bad Langensalza zählt ca. 200 Beschäftigte.

Was macht deinen Beruf aus?

An meinem Beruf liebe ich die Vielseitigkeit. Kein Tag ist wie der andere. Immer kann ich Neues lernen und bereits Bekanntes wird durch Wiederholung gefestigt. Der Umgang mit den verschiedensten Maschinen ist spannend und verlangt einen kühlen Kopf und ein ruhiges Händchen. Meine häufigsten Aufgaben bestehen darin, Fenster mit erhöhtem Anspruch an die Einbruchhemmung zu fertigen. Außerdem bin ich mit dem Montieren von Abstellschiebetüren gut vertraut. Es ist für mich immer wieder eine besondere Herausforderung, wenn aufwendige Türen mit komplizierteren Beschlags-Varianten gefertigt werden sollen.

Auch im Bereich der Schräg- und Rundelemente-Fertigung konnte ich schon Erfahrungen sammeln. Ziel unserer Arbeit ist es, die Endprodukte in maximaler Qualität und mit höchster Genauigkeit zu fertigen. Mit Stolz tragen wir seit 1993 das RAL-Gütezeichen als Symbol einer jährlich extern überwachten Qualität. Auf geregelte Prozessabläufe und Nachvollziehbarkeit wird nicht nur mit Worten Wert gelegt. Die Taten werden in jährlichen Audits zur DIN EN 9001:2008 – Qualitätsmanagement – auf „Herz und Nieren“ überprüft und seit über 20 Jahren mit dem Fortbestand der Zertifizierung belohnt.

Die Ausbildung erfolgt im Dualen System. Sie wird untergliedert in den schulischen und praktischen Teil und findet im Betrieb und bei überbetrieblichen Lehrgängen in der Technischen Bildungsstätte in Gotha statt. Im Unternehmen erhalten alle Auszubildenden und auch Studenten einen festen Ansprechpartner sowie einen Durchlaufplan. So schnuppern sie zusätzlich zu den im Ausbildungsrahmenplan enthaltenen Themen auch in alle Bereiche der Firma. Dabei können wir lernen, wie ein Unternehmen funktioniert.

Wie bist du zu deiner Ausbildung gekommen?

Ich wollte schon immer einen Beruf ausüben, bei dem ich handwerklich tätig werde und meine Kreativität mit einfließen lassen kann. Auf TMP bin ich durch die regionale Presse aufmerksam geworden. Dort kann man regelmäßig über die guten Ausbildungsbedingungen und das soziale Engagement der Firma lesen. So zögerte ich nicht lange und gab eine Bewerbung im Unternehmen TMP Fenster + Türen GmbH® ab. Kurz darauf wurde ich gemeinsam mit meinen Eltern zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Dabei konnten wir persönlich spüren, dass dem Geschäftsführer auch das Umfeld des Auszubildenden am Herzen liegt.

Meiner Meinung nach ist diese Ausbildung langfristig eine gute Entscheidung, da man in vielen Arbeitsbereichen das notwendige Handwerkszeug erlernt. So wird der Grundstein für zukünftige Weiterqualifizierungen gelegt. Auch ich habe vor, mich nach abgeschlossener Ausbildung zum Ausbilder oder gar zum Industriemeister in der Fachrichtung Metall weiter zu qualifizieren. Ich finde, der Beruf des Fertigungsmechanikers ist sehr abwechslungsreich und genau das Richtige für jeden Jugendlichen wie mich, der die praktische Arbeit liebt und diese gern mit Herausforderungen im Arbeitsalltag verbindet.

Abschließend noch eine Bitte, besuchen Sie uns auf www.tmp-online.de, um viele weitere aktuelle Informationen, unter anderem zum Thema Ausbildung, zu finden. Vielen Dank!“

Mit Präzision vom Einzelnen zum Ganzen

Statement von Prof. Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der IHK Erfurt:

Abwechslungsreich und vielseitig gestaltet sich der berufliche Alltag der Fertigungsmechaniker und -mechanikerinnen in der Metallbranche. Ihr Wissen und Können wird immer dann benötigt, wenn aus unterschiedlichen Einzelteilen größere Baugruppen oder umfassende Endprodukte entstehen. Handwerkliches Geschick, Sorgfalt und Begeisterung für Technik werden von den Auszubildenden erwartet.

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Ihre Arbeit ist im täglichen Leben überall zu finden. Von einfacher Küchentechnik über komplizierte elektrische Haushaltgeräte und Büromaschinen bis hin zu Medizintechnik, Fahrzeugkomponenten oder sogar kompletten Maschinen und Anlagen. Die Fertigungsmechaniker sind dafür verantwortlich, dass aus halb fertigen Teilen oder vormontierten Baugruppen etwas funktionsfähiges Ganzes entsteht.

In Fertigungs- und Montagehallen eingesetzt, muss der Fertigungsmechaniker ein vielseitiges Können mitbringen. Die Fähigkeit, vorgegebene Funktionspläne und Zeichnungen umzusetzen, ist bei diesem Beruf ebenso gefragt wie präzisionsgenaues Arbeiten, geht es doch um Bruchteile von Millimetern, die mitunter darüber entscheiden, ob ein Gerät oder Bauteil funktioniert oder nicht. Hierbei sind Aufmerksamkeit und Konzentration unerlässlich.

Unterschiedliche Fügeverfahren wie Schraub-, Niet-, Löt, Schweiß- oder Klebeverbindungen und Kenntnisse über Pneumatik und Hydraulik werden bei diesem Ausbildungsberuf erlernt, aber auch das Anschließen von elektrischen Leistungen oder das Einbauen ganzer Kabelbäume. Manche Produkte, wie zum Beispiel Steuer-, Antriebs- oder Bremsvorrichtungen von Fahrzeugen und Geräten enthalten Schlauchverbindungen, hydraulische oder pneumatische Komponenten. Deren richtiger Einbau erfordert unter anderem Kenntnisse über die Funktionsweise.

Keine Arbeit also für schwache Nerven und schwache Muskeln,…

… denn vormontierte Elemente und Funktionsgruppen sind vor Ort zusammenzufügen und dabei geht es mitunter auch laut zu. Nicht immer werden alle Teile montagefertig angeliefert – oftmals müssen Schläuche und Rohre zugeschnitten, vorgeformt und eingepasst werden, Schraub- und Stiftlöcher sind zu bohren oder Gewinde muss geschnitten werden. Ein falscher Handgriff kann dabei das ganze Produkt unbrauchbar machen. Der Umgang mit Prüf- und Messgeräten und regelmäßige Kontrollen sind also während der gesamten Produktionsphase unerlässlich, bis am Ende die Funktionskontrolle und -test folgen.

Für die dreijährige Ausbildung gibt es keine vorgeschriebenen Zugangsvoraussetzungen. Die Firmen erwarten in der Regel aber meist mindestens den Hauptschulabschluss mit guten Noten. Auch bei Realschülern sind gute Zensuren in Mathematik und den Naturwissenschaften sowie technisches Verständnis und handwerkliches Geschick gefragt.

Wie in anderen Berufen auch, bietet sich nach der Ausbildung die Möglichkeit des Aufstieges, z.B. durch eine Qualifizierung zum Industriemeister Metall oder zum Technischen Fachwirt.

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Steckbrief zum Beruf

Fertigungsmechaniker/in

Allgemeine Angaben

  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Auszubildende bundesweit: 405

Auszubildende in Thüringen: 129

Angaben zur IHK Erfurt*

Anzahl der Ausbildungsbetriebe: 12

  • Anzahl der Auszubildenden: 93
  • Berufsschulstandort: Gotha
  • (* Die Angaben beziehen sich auf den Einzugsbereich der IHK Erfurt, Stand: 2018)

Dieser Artikel ist zuerst in der Thüringer Allgemeinen erschienen.

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