Die erste Turnuswoche! – Schule als Azubi

Hallo! Mein Name ist Betty, habe diesen Sommer eine Ausbildung zur Mediengestalterin begonnen und nutze heute die Gelegenheit als Gastautorin, um euch über meine erste Turnuswoche zu informieren!

Also meine erste Woche in der Berufsschule.

Schulgebäude der Walter-Fropius-Schule Erfurt

Die Walter-Gropius-Schule Erfurt in ihrer ganzen Pracht und Schönheit nach Schulschluss

 

Ich persönlich war wahnsinnig aufgeregt, als es um die Berufsschule ging und habe mir über alles Mögliche den Kopf zerbrochen: Was, wenn ich zu spät komme? Wie sind die Lehrer und meine Mitschüler? Was für Bücher benötige ich und brauche ich die schon in der ersten Woche? Wie lernen wir in nur so wenigen Wochen Schule alles, was wir für die Prüfung brauchen? Wo und wann treffen wir uns? Und wird Sozialkunde genau so langweilig wie in der Schule???

Meine Mitazubis aus dem zweiten Lehrjahr waren geteilter Meinung, was die Berufsschule betrifft, also wusste ich so gar nicht, was mich erwarten wird.

Aber das geht jedem Azubi am Anfang so.

Zu allererst einmal: Keine Panik!

Ich hatte vorher einen Brief zugesendet bekommen, indem stand, wann und wo ich am ersten Tag sein soll. Als ich das erzählte, meinten meine Mitazubis schon, wie gut ich es hätte. Normalerweise beginnt in Erfurt die erste Stunde halb acht. Am ersten Tag mussten wir aber glücklicherweise erst um neun da sein.

Von denen hatte ich auch erfahren, dass die Schule eine App verwendet, die einem den Stundenplan und die Vertretung anzeigt. Also wusste ich bereits vor dem ersten Schultag, wie mein Turnusplan aussieht. Und sie verrät einem die Vornamen seiner Lehrer!

Am ersten Tag kommt zu spät kommen ja nie gut an, deshalb sollte man sich einen kleinen Zeitpuffer einbauen. Falls man zum Bleistift in Erfurt nicht in die übervolle Straßenbahn reinpasst oder so. Da meine Berufsschule ziemlich groß ist, war die Straßenbahn gefüllt bis zum Rand, sodass wir beim Aussteigen einfach wie die Dominosteine einfach alle aus der Tür purzelten. Ich hatte aber Glück und kam pünktlich an, also hatte ich genügend Zeit, den Klassenraum zu finden.

Dort traf ich dann auch schon auf die ersten neuen Mitschüler. Ein paar Minuten vor Unterrichtsbeginn kam dann unsere Klassenlehrerin, die alle übrigen Schüler aus unserer Klasse vom Pausenhof abgeholt hatte.

Unser Computerraum

Computerkabinett – Mit allem, was das Grafikerherz begehrt

In den ersten Stunden mussten wir viel Papierkram über uns ergehen lassen: Belehrungen, Hausordnung und allgemeines über unsere Schule, das Pflichtprogramm halt. Dann wurde uns gesagt, was für Schulbücher und Sachen wir benötigen und was die Schule noch von uns brauch. Sowas wie Zeugnis- und Ausbildungsvertragskopien. Im Anschluss bekamen alle einen Schülerausweis und eine Führung durch das Schulgebäude.

Am Ende des Tages haben wir ein Vorstellungsspiel mit all unseren Lehrern gespielt, um uns alle besser kennen zu lernen und dann war bereits Feierabend.

In den folgenden Tagen begann dann so langsam der Unterricht: Wir wurden aufgeklärt, was für Lernfelder wir dieses Lehrjahr haben und was wir alles machen werden. Uns wurde mitgeteilt, wann wir wichtige Prüfungen haben, und dass die, Gott sei Dank, erst im zweiten Lehrjahr dran sind. Und dann bekamen wir Zugang zu den Computern und haben die Hauptzeit an einem Vorstellungsprojekt gearbeitet.

In den Pausen erkundeten wir Azubis das Schulgelände und genossen den Sommer.

Wir haben einen Imbisswagen auf dem Gelände und im Sommer fährt ab und an ein Eiswagen vorbei, ansonsten ist der Pausenhof eher leer. Fast alle tummeln sich vor dem Schulgelände, man darf nämlich nicht auf dem Pausenhof rauchen…

Das früh aufstehen müssen ist Mist, aber es gibt eine Kaffeeader die direkt durch das Schulgebäude führt. ;)

Außerdem haben wir dementsprechend auch recht früh Schulschluss und es bleibt Zeit, ein bisschen was in der Stadt zu unternehmen.

Am Ende der Woche wurde unser Vorstellungsprojekt ausgewertet und die war gar nicht so schlimm, wie die übrigen Lehrer und Azubis aus dem zweiten Lehrjahr sie uns prophezeit hatten.

Kritik gibt es immer, vor allem am Anfang. Aber nur dadurch lernt man ja.

Alles in allem ist die Berufsschule also gar kein so schrecklicher Ort, wie man vielleicht befürchten mag. Alle sind gut drauf. Vielleicht ein bisschen verschlafen, aber das gibt sich mit der Tageszeit. Und eine Abwechslung neben der Ausbildung im Betrieb ist die Schulzeit auf jeden Fall auch!

Habt ihr auch gerade mit der Ausbildung begonnen und eine ganz andere Meinung über die Berufsschule? Oder steht euch die Entscheidung zwischen Ausbildung und Studium noch bevor?

Habt ihr Fragen Anregungen oder Wünsche?

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