Kein Stress – ist doch NUR die Zwischenprüfung!

Die Zwischenprüfung

Ihr habt im August oder September 2017 eure Ausbildung begonnen? Dann seid ihr jetzt in der Halbzeit angekommen. Herzlichen Glückwunsch und gleichzeitig viel Glück für eure Zwischenprüfung. Denn die steht diesen Monat an. Auch bei uns kreisen die Fragen im Kopf: „Warum eigentlich?“, „Was lerne ich?“, „Wann lerne ich?“, „Gibt es sinnvolle Lernmethodiken?“, „Was muss ich mitbringen?“, „Habe ich das Zeug, um zu verkürzen?“.

Fragen über Fragen und die Aufregung steigt mit jeder Frage an.

Warum eigentlich eine Zwischenprüfung?

Zu Beginn ist es erstmal wichtig herauszufinden, ob deine Zwischenprüfung in deine Endprüfung einfließt oder nicht. Meistens bekommst du das schon in deiner Berufsschule gesagt bzw. steht dies auch in deinen Ausbildungsunterlagen. Denn in manchen Berufen ist es so, dass die Hauptprüfung in zwei Teile gegliedert wird. Der erste Teil der Abschlussprüfung erfolgt dann zum Zeitpunkt der eigentlichen Zwischenprüfung. Ein bestimmter Prozentsatz dieser Prüfung zählt schon in das Ergebnis der Endprüfung.

Kleiner Tipp am Rande: Wenn du auf der IHK-Seite deinen Traumberuf suchst und bei „weitere Informationen“ folgendes findest: „Handreichung – Abschlussprüfung Teil 1 und Handreichung- Abschlussprüfung Teil 2“. Dann kannst du dir sicher sein, dass du eine gestreckte Abschlussprüfung absolvieren musst.

Beispiele für Branchen mit getreckter Abschlussprüfung:

Chemie- und Laborberufe

Kaufmann im Einzelhandel

Elektro- und Metallberufe

Aber keine Angst, auch hier gibt es die Möglichkeit, die Prüfung im Notfall zu wiederholen.

Alle Informationen hierzu findest du hier: https://www.erfurt.ihk.de/blob/efihk24/bildung/Pruefungen/Ausbildungspruefungen/downloads/403630/5200ca98f23b6d63290df2e35978aebc/FAQ_s_zur_gestreckten_Abschlusspruefung-data.pdf

Wir raten dir, auch wenn deine Ausbildung keine gestreckte Abschlussprüfung enthält, dich nicht auf diesem Puffer auszuruhen. Denn deinen eigenen Kenntnisstand zu wissen hilft dir enorm weiter in deiner Hauptprüfung. Außerdem zeigt dir die Zwischenprüfung, ob du auf dem Stand bist, der vorgesehen wird. Wenn deine Zwischenprüfung nicht so gut gelaufen ist, dann ist das für dich und deinen Betrieb ein Zeichen. Spätestens jetzt solltet ihr die Themen aufgreifen, die in der Zwischenprüfung mangelhaft waren und anfangen, daran zu arbeiten.

Manchmal ist es auch so, dass du dir durch eine gelungene Zwischenprüfung eine gute Note in der Berufsschule verdienen kannst. Natürlich sammelst du mit Sicherheit auch den ein oder anderen Pluspunkt bei deinem Chef.

Unser Tipp: Egal ob und wieviel deine Zwischenprüfung zählt. Streng dich an und erziele das bestmögliche Ergebnis!

Apropos lernen: WAS SOLL ICH LERNEN und WANN SOLL ICH LERNEN?

Was du lernen sollst ist ganz einfach, zumindest zu finden. Deine Ausbildungsinhalte stehen in deiner Ausbildungsordnung geschrieben, hier findest du alle Themen. Die Ausbildungsordnung für deinen Ausbildungsberuf kannst du dir herunterladen bzw. bekommst du diese am Anfang deiner Ausbildung zur Verfügung gestellt. Auf den IHK-Seiten findest du eine Aufstellung der verschiedenen Ausbildungsberufe.

Ausbildungsordnung: https://www.erfurt.ihk.de/bildung/Ausbildung/Berufe_von_A_bis_Z

Außerdem gibt es für die kaufmännischen Berufe das AkA (Aufgabenstelle für kaufmännische Abschluss- und Zwischenprüfungen). Das AkA stellt die Prüfungen zur Verfügung und gibt außerdem Auskunft über die Hilfsmittel und die Prüfungszeiten.

AkA: https://www.ihk-aka.de/startseite

Für die Druck- und Medienindustrie gibt es das ZFA (Zentral-Fachausschuss Berufsbildung Druck und Medien).

ZFA: https://www.zfamedien.de/

Unser Tipp: Schau dir vor der Zwischenprüfung nochmal deine Ausbildungsordnung an. Findest du auf Anhieb unverständliche Themen, dann geh am besten direkt zu deinem Ausbilder und rede mit ihm darüber.

Der richtige Zeitpunkt:

Es ist schwierig einen genauen Zeitpunkt zu erfassen, wann du am Besten anfangen solltest zu lernen. Je nach Wissenstand und Motivationen fangen manche Azubis schon mehrere Monate vorher an. Andere fangen erst eine Woche oder ein paar Tage vor der Prüfung an. Ein gutes Mittelmaß könnte ein Monat vor der Prüfung sein. Lernen bedeutet ja nicht nur sich auf den Boden zu setzen und Bücher zu wälzen, sondern auch das Sortieren der ganzen Lernfelder und Themen.

Unser Tipp: Plane dir im Vorfeld feste Zeiten zum Lernen ein! Leg in der Zeit dein Handy zur Seite und verbanne alle Störfaktoren. Gönne dir danach in deiner Pause etwas Schönes. So bist du effektiv vermeidest gleichzeitig ein zu hohes Stresslevel.

Lernmethodiken:

Viele Azubis lernen gut, wenn Sie Dinge nochmal abschreiben. Manche aber auch durch Aufsagen der Prüfungsthematiken. Mit gewissen Hilfsmittel wie Mind Maps oder Eselsbrücken kannst du dir bestimmte, schwierige Sachen besser einprägen. Außerdem erinnern sich viele Menschen an bildliche Aspekte. Auch Karteikarten sind eine gute und effektive Strategie, die gelernten Inhalte besser zu verinnerlichen. Dein Wissen zu überprüfen und mit Menschen zu teilen z.B. im Internet oder in deiner Klasse kann dir helfen durch eine „entspanntere“ Art zu einem guten Lerneffekt zu kommen. Zu den verschiedenen Lernmethodiken findest du auch ganz viele hilfreiche Tests im Internet.

Unser Tipp: Lege dir einen extra Hefter an und sammle aus jedem Lernfeld prüfungsrelevante Themen in diesem Hefter. So hast du eine bessere Übersicht und kannst priorisieren, welche Themen dir schwer fallen und welche du schon gut verstehst.

Was muss ich mitbringen?

Leider kann man hier keine genaue Aussage treffen. Einen Stift auf jeden Fall! Je nachdem, ob du einen Multiple-Choice-Test schreibst oder deine Zwischenprüfung einen praktischen Teil enthält. Du findest eine Auflistung der Arbeitsmittel auf den Seiten der AkA oder ZFA. Aber auch die IHK kann dir darüber eine Auskunft geben. Wenn du unsicher bist, nimm einfach kurz den Hörer in die Hand und ruf an. Den Ausbildungsnachweis verlangen einige IHK’s. Hier kommt es darauf an, was deine zuständige IHK sagt. Wichtig ist, dass du das vorher in Erfahrung bringst. Wenn du ihn nämlich nicht vorliegen hast, kann man dich von der Prüfung ausschließen. Die Teilnahme an der Zwischenprüfung ist Pflicht für die Zulassung bei der Abschlussprüfung!

Unser Tipp: Schreib deinen Ausbildungsnachweis regelmäßig! Hast du das noch nicht getan, dann nutze die Deadline der Zwischenprüfung, um ihn ordnungsgemäß nachzuholen. Oder möchtest du gerne kurz vor Ende 3 Jahre nachschreiben?

Verkürzen ja/nein?

Gute Frage. Das Verkürzen einer Ausbildung ist bei überdurchschnittlichen Leistungen schon möglich, aber es sollte keinesfalls dein Prüfungsergebnis verschlechtern. Überdurchschnittliche Leistungen bedeutet, dass du in der Berufsschule in den prüfungsrelevanten Fächern über einen Durchschnitt von 2,49 kommst. Auch dein Ausbildungsunternehmen muss deine Leistungen als überdurchschnittlich bestätigen. Den Antrag kannst du alleine bei deiner zuständigen IHK stellen, brauchst jedoch die Unterschriften deines Unternehmens und der Berufsschule. Sollte das alles klar gehen kannst du an dem früheren Prüfungstermin (ca. ein halbes Jahr eher) teilnehmen.

Unser Tipp: Hab nicht nur das Geld im Hinterkopf! Denk auch an dein Abschlusszeugnis, denn mit dem musst du dich später bewerben.

 

Ich hoffe sehr, dass wir ein wenig Aufklärungsarbeit leisten konnten und du mit einem guten Gefühl in die Zwischenprüfung gehen kannst!

Allen Prüflingen wünschen wir viel Erfolg und drücken die Daumen, dass ihr euer Ziel erreicht!

Sonnige Grüße,

das same-here-Team

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