Markus stellt vor: Ausbildung zum Berufskraftfahrer

Ich heiße Markus Messerschmidt, bin 21 Jahre alt und wohne in Bad Liebenstein. In diesem Sommer habe ich meine Ausbildung zum Berufskraftfahrer bei der Werra-Blitz-Transportgesellschaft in Barchfeld abgeschlossen. Mein Ausbildungsbetrieb hat mir frühzeitig signalisiert, mich nach erfolgreicher Ausbildung in ein festes Arbeitsverhältnis zu übernehmen. Dabei durfte ich sogar auswählen, ob ich zukünftig als Fernfahrer oder als Berufskraftfahrer und Mitarbeiter im Logistikbereich arbeiten möchte. Obwohl die Verdienstmöglichkeiten als Fernfahrer besser gewesen wären, entschied ich mich für den Logistikbereich. Hier gefällt mir besonders der Umgang mit Kunden, die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen und dass in diesem Bereich nicht nur Fahrten anstehen, sondern auch Tätigkeiten im Lager, Führen von Gabelstaplern, Be-/Entladen von Fahrzeugen und andere logistische industrienahe Tätigkeiten ausgeführt werden. So finde ich diesen Bereich sehr abwechslungsreich – es wird nie langweilig, es gibt immer wieder neue Aufgaben, manchmal auch Stress und Hektik. Aber dem versuche ich durch Ruhe und Gelassenheit zu begegnen, denn bei Hektik und Stress passieren die meisten Fehler, wie auch ich schon bald erkannte.

Durch ein Pilotprojekt kam ich zu meinem Traumberuf

Zu diesem Beruf kam ich durch ein Pilotprojekt der Regelschule Bad Liebenstein, wo ich über ein komplettes Schuljahr an zwei Tagen in einem Betrieb arbeiten sollte. Ich interessiere mich schon seit meiner Kindheit für große Fahrzeuge und beschloss deshalb, mir ein Transportunternehmen oder eine Spedition für dieses Praktikum zu suchen. Da zufällig alle Geschäftsführer in meinem Dorf Meimers wohnen, war der Kontakt zu Werra-Blitz schnell hergestellt. Ich wurde sehr herzlich und kollegial aufgenommen und bekam in verschiedenen Bereichen Aufgaben zugewiesen. Am besten gefiel es mir im Logistikbereich „Messeequipment“. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, ernst genommen und als vollwertiger Mitarbeiter akzeptiert zu werden. Mit meinem zugewiesenen Lehrfacharbeiter, Herrn Sauer, kam ich prima zurecht. Nach einiger Zeit der Einarbeitung durfte ich schon völlig selbstständig Aufträge abarbeiten. Und Aufträge waren es nicht wenige, ganz besonders im Frühjahr und im Herbst, eben zu den Messezeiten. So arbeitete ich nicht nur während der Praktikumstage, sondern auch in den Ferien bei Werra-Blitz.

Schluss mit Schule war noch lange nicht

Im Anschluss begann ich dann meine Berufskraftfahrer-Ausbildung bei Werra-Blitz. Eigentlich dachte ich: „Gottseidank ist die Schule vorbei“- aber da hatte ich mich doch etwas getäuscht: Nun ging es zur Berufsschule nach Zella-Mehlis – ein ganz schön weiter Weg von zu Hause. Da ging es mit dem Lernen gleich weiter. Aber ich hatte nun ein konkretes Ziel: Meinen erfolgreichen Berufsabschluss. Als nächstes stand der Erwerb des Lkw-Führerscheins an. Da hieß es: Lernen-Lernen-Lernen. Als ich das erste Mal selbst hinter dem Lenkrad eines solch großen Lkw saß, war ich schon erstaunt über die anspruchsvolle Technik, die ungewohnte Perspektive – nicht vergleichbar mit einem Pkw- und die Anforderungen, solch ein großes Gefährt halbwegs sicher durch die Straßen zu führen. Aber ich habe das alles schon zum Ende des ersten Ausbildungsjahrs geschafft und alle Prüfungen bestanden.

Missgeschicke gehören auch dazu

Danach fuhr ich zunächst in Zwei-Fahrer-Besatzung bei Schulmöbel-Auslieferungen. Dabei passierten mir auch Missgeschicke und Unfälle. Ich weiß, dass gerade Unfälle mit Lkw’s dramatische Folgen haben können und dem Unternehmen teuer zu stehen bekommen. So gab ich mir noch mehr Mühe, aufmerksam zu fahren und beim ersten Anzeichen von Müdigkeit eine Pause einzulegen. Wenn es mal Probleme gab, folgten ernste Worte vom Geschäftsführer, wobei aber immer Sachlichkeit und Fairness im Vordergrund standen.

Damit ich die Facharbeiterprüfung möglichst gut bestehen kann, hat mich mein Ausbildungsbetrieb noch zu einer mehrtägigen Prüfungsvorbereitung geschickt. Hier möchte ich noch bemerken, dass es bei Werra-Blitz niemals „Freistellungen von der Berufsschule aus betrieblichen Gründen gab“, wie ich es bei einigen anderen Ausbildungsbetrieben feststellen musste. Werra-Blitz hat mich in allen Belangen der Ausbildung unterstützt und mir meinen erfolgreichen Berufsabschluss ermöglicht.

Last but not least…

Letztendlich ist es ein gegenseitiges „Geben und Nehmen“. Durch die fundierte Ausbildung hat Werra-Blitz einen sehr guten, jung gebliebenen Facharbeiterstamm. Denn viele ehemalige Auszubildende sind nach der Ausbildung bei Werra-Blitz geblieben.

Steckbrief zum Beruf: Berufskraftfahrer/-in

allgemeine Angaben

Ausbildungsdauer:                             3 Jahre
Auszubildende bundesweit:              7.113
Auszubildende in Thüringen:             187
Angaben zur IHK Erfurt*
Anzahl der Ausbildungsbetriebe:       34
Anzahl der Auszubildenden:              86
Berufsschulstandorte:                       Mühlhausen, Suhl/Zella-Mehlis

(* Die Angaben beziehen sich auf den Einzugsbereich der IHK Erfurt, Stand: 2018)

 

Dieser Artikel ist zuerst in der Thüringer Allgemeinen erschienen. 

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