Maximilian stellt vor: Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker

Hallo zusammen!

Mein Name ist Maximilian Franz, ich bin 21 Jahre alt und mache eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker in der Fachrichtung Drehmaschinensysteme.

Schon als Kind haben mich handwerkliche Tätigkeiten begeistert, weshalb ich meinem Vater oft in seiner kleinen Werkstatt geholfen habe. Auf seiner Hobbydrehbank war ich drauf und dran, ständig neue Werkstücke aus Metall zu fertigen. Alle im Dorf wussten davon und fragten oft nach Bauteilen für Mopeds oder Traktoren. Von da an wusste ich, was ich später einmal werden möchte, Zerspanungsmechaniker.

Warum ich mich für diesen Berufsweg entschieden habe, ist ganz klar. Es ist ein Beruf mit Zukunft und sehr guten Weiterbildungsmöglichkeiten. Gerade heutzutage ist eine berufliche Weiterbildung sehr wichtig. Meine Praktika absolvierte ich immer in metallverarbeitenden Firmen. Der Besuch von Berufsmessen und die Empfehlungen anderer Personen erleichterten die Suche erheblich.

 

Von der Bewerbung zum unterschriebenen Ausbildungsvertrag

Anfang des Jahres 2016 war es dann an der Zeit, sich bei einigen Firmen zu bewerben.
Mein persönlicher Favorit war die Firma Parker Hannifin in Erfurt-Vieselbach, wo ich 2015 ein Betriebspraktikum gemacht hatte.

Nachdem meine Bewerbung angekommen war, wurde ich zu einem Einstellungstest inklusive Firmenvorstellung eingeladen. Wenige Wochen später durfte ich zu einem Gespräch mit den Ausbildern erscheinen. Sie erklärten mir den Ablauf der Ausbildung im Detail und führten mich durch den Produktionsbereich der Firma. Anschließend durfte ich den Ausbildungsvertrag unterschreiben. Ganz besonders an dieser Firma gefielen mir das familiäre Betriebsklima und die abwechslungsreichen Aufgaben.

Parker Hanifin – das Unternehmen für das ich arbeite

Der Hauptsitz der Firma befindet sich in Cleveland Ohio. In Vieselbach sind zurzeit 160 Mitarbeiter beschäftigt. Bei Parker werden im 3-Schicht-System Anschlüsse für Hydraulikverbindungen gefertigt, welche beispielsweise Anwendung in der Fahrzeug-, Land- und Baumaschinenindustrie finden.

Meine Firma bildet die Auszubildenden im dualen System aus, was bedeutet, dass ich die Ausbildungsinhalte abwechselnd im Betrieb, in der Berufsschule (Gotha) und im Erfurter Bildungszentrum vermittelt bekomme. Der Arbeitstag beginnt 7 Uhr und endet 15:30 Uhr. Am Anfang der Ausbildung haben wir sämtliche Abteilungen im Betrieb durchlaufen, um den Betrieb näher kennenzulernen. Dann ging es darum, die manuellen Fertigkeiten wie Sägen, Bohren, Feilen und Anreißen zu erlernen. Die stets unterschiedlichen Werkstücke brachten viel Spaß mit sich und der Tag verging wie im Flug. Ganz besonders hat mir das Feilen gefallen, weil man sehr genau arbeiten muss und ein gutes Gefühl entsteht, wenn man das fertige Teil in der Hand hält. Das Beste im Betrieb war, dass ich die gefertigten Projekte (Flaschenöffner, Türriegel) mit nach Hause nehmen durfte und voller Stolz präsentieren konnte.

Nach und nach lernten mich die Ausbilder an das konventionelle Fertigen mit Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen an. So war es möglich, auch hochkomplexe Bauteile selbstständig herstellen zu können. Besondere Freude bereitete mir, dass wir selbstständig große Baugruppen wie Tischkicker oder Hydraulikheber fertigen durften. Ab und zu stelle ich sogar Ersatzteile für die Instandhaltung unserer Firma her. Meine Ausbilder brachten mir großes Vertrauen im Umgang mit Maschinen entgegen.

Mein Azubialltag

Nach 1,5 Jahren stand die Zwischenprüfung vor der Tür, welche sich auf das konventionelle Fertigen mit Dreh- und Fräsmaschinen spezialisiert. Danach wurde ich an das Programmieren und Einrichten von computergesteuerten Drehmaschinen (CNC-Drehmaschine) angelernt. Im Arbeitsalltag schreibe ich Programme, um verschiedene Werkstücke fertigen zu können. Nach der Fertigung wird das Teil mit spezieller Messtechnik vermessen. Somit bringt jeder Tag eine neue Herausforderung mit sich. Für Langeweile ist da keinen Platz. Am Ende der Ausbildung erwartet mich noch eine CNC-Abschlussprüfung.

… und das kann ich Euch noch sagen:

Als Fazit meiner bisherigen Ausbildungszeit kann ich sagen, dass der Beruf für jeden geeignet ist, dem handwerkliche Tätigkeiten und der Umgang mit Maschinen Spaß machen. Ein gewisses technisches Interesse sollte vorhanden sein. Außerdem sollte man ein Grundverständnis im Umgang mit Computern mitbringen, da man darauf spezialisiert wird, Werkzeugmaschinen zu programmieren und zu steuern. Wer sich für diese Ausbildung entscheidet, absolviert anspruchsvolle 3,5 Jahre und erlernt einen sehr gefragten anspruchsvollen, vielseitigen und zukunftsorientierten Beruf.


Steckbrief zum Beruf

Zerspanungsmechaniker

allgemeine Angaben

  • Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
  • Auszubildende bundesweit: 765
  • Auszubildende in Thüringen: 719

Angaben zur IHK Erfurt*

  • Anzahl der Ausbildungsbetriebe: 88
  • Anzahl der Auszubildenden: 316
  • Berufsschulstandorte: Leinefelde, Nordhausen, Gotha, Eisenach

(* Die Angaben beziehen sich auf den Einzugsbereich der IHK Erfurt, Stand: 2018)

Dieser Artikel ist zuerst in der Thüringer Allgemeinen erschienen. 

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