Oliver stellt vor: Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Apparate- und Behälterbau

 

Mein Name ist Oliver Henze, ich bin 18 Jahre alt und im 3. Lehrjahr zur Ausbildung als Anlagenmechaniker für Apparate- und Behälterbau bei der Apparatebau Nordhausen GmbH.

Mein Ausbildungsalltag

Wir fertigen für die pharmazeutische Industrie, liefern Tanks an Anlagenbauer im Lebensmittelbereich und fertigen sowie liefern an vollautomatisch gesteuerte Brauereien in aller Welt. Unser Unternehmen beschäftigt rund 80 Mitarbeiter. Des Weiteren besitzt die Apparatebau Nordhausen GmbH Zulassungen für den amerikanischen und europäischen Markt für Druckgeräte. Wir schweißen mit modernsten Verfahren, schleifen vollautomatisch und führen sämtliche Konstruktionen in 3D  aus. Eine über 175-jährige Betriebstradition besteht nun schon in unserem Unternehmen und wir als Mitarbeiter erledigen unsere Arbeit und Aufgaben gewissenhaft und mit viel Begeisterung.

Mir gefällt die abwechslungsreiche Arbeit, die ich ausführe. Es ist etwas komplett anderes als einfache Fließbandarbeit bei der man immer dieselben Schritte ausführt. Wir müssen bei jedem Arbeitsschritt aufs Neue unseren Kopf anstrengen und überlegen. Genau das ist das, was ich an diesem Beruf so schätze und was mir sehr gefällt.

Jeder Behälter ist ein Einzelstück und mit jedem Behälter winken neue Herausforderungen. Tägliche Aufgaben, die uns Lehrlinge immer erwarten sind meist die Zuarbeiten für die Kollegen in der Produktion. Wir fertigen z.B. Füße für die Behälter, Ballfänge für Trebersilos oder Aufhackwerke für Läuterbottiche und noch viele weitere Dinge.

Die Ausbildung findet hauptsächlich bei uns im Betrieb statt. Einmal im Monat besuchen wir eine Woche lang  die Berufsschule in Weimar, das Berufs-Bildungs-Zentrum. Ab und zu werden wir auch zu überbetrieblichen Lehrgängen geschickt. Bei uns im Unternehmen ist die Ausbildung so gegliedert, dass wir in der Lehrwerkstatt von unserem Lehrmeister alle wichtigen Kenntnisse beigebracht bekommen. Ab Ende des zweiten Lehrjahres werden wir immer mehr mit in die Produktion und Montagen eingegliedert. Dadurch lernen wir am richtigen Behälter unsere Kenntnisse zu erweitern und unser Können zu steigern.

Warum dieser Ausbildungsberuf?

Aber was hat mich eigentlich bewogen, diesen Beruf zu ergreifen? Ich habe beim Arbeitsamt einen „Berufswahltest“ gemacht und bekam dann den Vorschlag, den Beruf Anlagenmechaniker zu erlernen. Ich habe mich dann über den Beruf informiert und fand die Berufsbeschreibung sehr interessant. Um ein paar Eindrücke von dem Berufsbild zu sammeln habe ich dann ein Praktikum bei Apparatebau gemacht, welches mir sehr gut gefallen hat. Dann habe ich mich entschlossen, dass ich diesen Beruf erlernen möchte.

Auf meinen Ausbildungsbetrieb bin ich im Internet aufmerksam geworden und habe mich auf der Website über die Tätigkeiten und die Ausbildungsbedingungen informiert. Nachdem ich dann im Rahmen meines Schülerpraktikums in dem Unternehmen eine Woche tätig war und mich mit den Lehrlingen dort über die Arbeit und den Betrieb unterhielt, habe ich dann meine Bewerbung abgegeben.

Zu wem passt der Beruf des Anlagenmechanikers?

Dieser Beruf ist für alle diejenigen geeignet, die gerne abwechslungsreich arbeiten und nicht immer Lust auf dieselben Tätigkeiten haben. Ich kann den Beruf empfehlen, weil man ein großes Einsatz- und Tätigkeitsfeld hat, wodurch einem eigentlich nie langweilig werden kann. Der Beruf ist für alle Menschen geeignet, die gerne mit Metall arbeiten und keine Angst davor haben sich dreckig zu machen sowie kräftig mit anpacken können. Als Anlagenmechaniker muss man auf jeden Fall teamfähig sein und seine Ideen mit einbringen können. Man muss technische Zusammenhänge problemlos erkennen können und gutes, handwerkliches Geschick aufweisen. Weiterhin sollte man lern- und wissbegierig sein sowie mit seinen Fähigkeiten aus sich heraus kommen können. Außerdem sollte man gut in Physik und Mathematik sein.

Steckbrief zum Beruf

Anlagenmechaniker/-in

allgemeine Angaben

  1. Ausbildungsdauer:                             3,5 Jahre
  2. Auszubildende bundesweit:              3.715
  3. Auszubildende in Thüringen:             75
  4.  Anzahl der Ausbildungsbetriebe:       11
  5. Angaben zur IHK Erfurt*
  6. Anzahl der Auszubildenden:              28
  7. Berufsschulstandorte:                       Weimar
  8. (* Die Angaben beziehen sich auf den Einzugsbereich der IHK Erfurt, Stand: 2018)

 

Dieser Artikel ist zuerst in der Thüringer Allgemeinen erschienen. 

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