Simeon stellt vor: Ausbildung zur Fachkraft für Lebenmitteltechnik

Moin moin! Mein Name ist Simeon Tiedemann, ich bin 20 Jahre alt und komme ursprünglich aus dem Norden Deutschlands bei Hamburg. Letztes Jahr bin ich nach Mühlhausen gezogen, um hier meine Ausbildung als Fachkraft für Lebensmitteltechnik zu beginnen. Aufmerksam bin ich auf die Hainich Konserven GmbH geworden, da der Konservenbetrieb exakt in der Mitte von Deutschland liegt. So habe ich mich dann hier beworben. Schnell meldete sich Frau Beau, die Geschäftsführerin von Hainich Konserven, bei mir und lud mich prompt zum Vorstellungsgespräch ein. Nach einem netten Gespräch und einer Führung durch den Betrieb war schnell klar: „Hier will ich meine Ausbildung beginnen.“

Vorschriften zu Sauberkeit und Hygiene bestimmen den Arbeitsalltag sehr genau.

Wie kann man sich also den Ausbildungsberuf des Lebensmitteltechnikers vorstellen? In jedem Lebensmittelbetrieb stehen Produktionsanlagen sowie komplexe Maschinen. Ein Lebensmitteltechniker ist für das Einrichten der Maschinen, das Umrüsten und die Instandhaltung der Anlagen zuständig. Ebenso wichtig sind die Qualitätskontrolle und die strikte Einhaltung der Hygienevorschriften.

Saubere Arbeitskleidung, Sicherheitsschuhe, das Haarnetz und die Ohrenschützer gehören zu meinem Alltag. Zu Beginn der Ausbildungszeit war das alles noch sehr ungewohnt, schnell konnte ich mich aber daran gewöhnen. Ich habe die verschiedenen Abteilungen kennengelernt, die Aufgabenbereiche und meine neuen Kollegen. Mit der Zeit wurde ich immer mehr in den Produktionsprozess eingegliedert. Durch kompetente Kollegen wurden und werden mir meine Aufgabenbereiche verständlich erklärt, so dass auch ein selbstständiges Arbeiten ohne Probleme funktioniert.

Vom Umbau der Produktionslinien bis zum Qualitätsmanagement bietet die Ausbildung stets Abwechslung und immer neue Herausforderungen.

Nun bin ich im 2. Lehrjahr und mitverantwortlich für den Umbau der Produktionslinien. Besonders interessant sind für mich die verschiedenen Prozessabläufe der unterschiedlichen Lebensmittelprodukte. “Jeder Tag ist anders.“ Herausforderungen und Aufgaben wechseln mit dem herzustellenden Produkt. Gleichzeitig bin ich für die Überwachung des Produktionsprozesses mitverantwortlich, weshalb achtsames Aufpassen mit zum Alltag gehört. Des Weiteren führe ich Kontrollen und Proben durch, um eine hohe und gleichbleibende Qualität sicherzustellen und beizubehalten. Gegen Ende eines Arbeitstages steht das Reinigen der Maschinen ganz oben auf der Liste, um Schmutz und Reste zu entfernen.

Natürlich bin ich nicht nur im Betrieb, blockweise besuche ich die Berufsschule in Mühlhausen. Hier wird noch einmal genau ins Detail gegangen und es werden Dinge erklärt, über die ich normalerweise gar nicht nachdenken würde.

Wer sorgfältig und gewissenhaft arbeiten kann und Interesse an technischen Prozessen hat, für den ist der Ausbildungsberuf der Fachkraft für Lebensmitteltechnik genau das Richtige. Außerdem solltet ihr definitiv auch mal anpacken können. Durch weitere Qualifizierungsmöglichkeiten ist dieser Beruf eine sehr gute Einstiegsmöglichkeit in die Arbeitswelt.

Steckbrief zum Beruf

Fachkraft für Lebensmitteltechnik

allgemeine Angaben

Ausbildungsdauer:                             3 Jahre

Auszubildende bundesweit:              2.353

Auszubildende in Thüringen:             107

Angaben zur IHK Erfurt*

Anzahl der Ausbildungsbetriebe:       17

Anzahl der Auszubildenden:              81

Berufsschulstandorte:                       Erfurt, Pößneck

(* Die Angaben beziehen sich auf den Einzugsbereich der IHK Erfurt, Stand: 2018)

Dieser Artikel ist zuerst in der Thüringer Allgemeinen erschienen. 

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