Stefan stellt vor: Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen

 

Mein Name ist Stefan Brandau, ich bin 21 Jahre alt, wohne in Gotha und bin im 3. Ausbildungsjahr. Seit 2017 mache ich eine Ausbildung zum Kaufmann im Gesundheitswesen, kurz KiG, bei der AOK PLUS, der größten Krankenkasse in Thüringen.

Wohin nach der Schule? Eine Ausbildungsmesse brachte Orientierung

Während meiner Schulzeit hatte ich absolut keine Ahnung, was ich beruflich einmal machen möchte, da mich die Masse an Möglichkeiten schlichtweg überfordert hat. Gehst du studieren oder machst du doch lieber eine Ausbildung? Eine Ausbildungsmesse kam da wie gerufen: Von der Produktion bis zur Verwaltung war dort alles dabei, doch am meisten begeisterte mich die AOK PLUS. Die abwechslungsreiche Ausbildung zum KiG, die schier endlosen Möglichkeiten in der Weiterentwicklung und die Größe des Unternehmens beeindruckten mich enorm. „Das ist das Unternehmen, indem du arbeiten willst!“, dachte ich mir und bewarb mich sofort.

Nur noch ein paar knifflige Tests – und schon war der Ausbildungsplatz sicher

Ich bestand den kniffligen, aber machbaren Bewerbungstest, meisterte das Assessment-Center mit Aufgaben, die Teamfähigkeit, Kreativität und den Umgang mit Zeitdruck testeten und überzeugte im persönlichen Bewerbungsgespräch, denn nur einen Tag später erhielt ich die Ausbildungsplatzzusage!

Zum Start der Ausbildung gab es erstmal ziemlich viel Input für den Kopf: Wie ist die AOK PLUS aufgebaut, wie wird die Ausbildung ablaufen, was gibt es grundsätzlich zu beachten und wer startet eigentlich mit mir in das Abenteuer Ausbildung zum KiG?

Jeder hat ein „Heimatteam“

Zudem wird jeder Azubi einem sogenannten Stammbereich, also einem „Heimatteam“ innerhalb der AOK PLUS, zugeteilt. Meiner ist das Team Seh- und Hörhilfen. Dort bearbeite ich Anträge auf eine Versorgung mit Hörgeräten und Signalanlagen für Taube und sehbehinderte Menschen. Dazu gehört, dass ich schaue, ob der Antragsteller bei uns versichert ist und die Versorgung passt und dass ich mit dem Leistungserbringer, zum Beispiel dem Hörgeräteakustiker telefoniere. Meistens kann ich die Genehmigung geben und unseren Versicherten und den Hörgeräteakustiker schriftlich darüber informieren.

Neben dem Stammbereich lerne ich noch weitere Bereiche kennen, die für meinen Beruf wichtig sind. Dazu gehören beispielsweise die Krankenhausfallbearbeitung – dort werden die Abrechnungen von Krankenhäusern überprüft – oder der Bereich Pflege, in dem verschiedenste Anträge bearbeitet werden, zum Beispiel Anträge auf Pflegegrade.

Ein Faible für Zahlen und Organisationstalent sind  gute Voraussetzungen

Als KiG sollte man nicht nur ein Faible für Zahlen haben, sondern mindestens auch ein kleines Organisationstalent sein. Dass ich das bin, konnte ich gleich in meinem ersten Ausbildungsjahr als Teamleiter bei der Organisation eines Events für die neuen Azubis unter Beweis stellen. Das hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, zu sehen, wie die Planung und Vorbereitung zu einer super Veranstaltung führten.

Die Berufsschule findet im Blockunterricht statt, insgesamt 12 Wochen im Jahr. Hier wird ein breites Wissen über gesundheitsrelevante Themen vermittelt, aber auch Marketing, Kommunikation, Unternehmensführung sowie die Abrechnung von Leistungen und das Auseinandersetzen mit den entsprechenden Gesetzen gehören dazu. Neben der Theorie wird es durch Besuche in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und bei Hilfsmittelherstellern doch immer sehr anschaulich.

Es gibt viele Möglichkeiten auch mal über den Tellerrand zu schauen

Innerhalb der AOK PLUS hat man als Azubi auch eine Reihe von Möglichkeiten, mal über den Tellerrand hinauszuschauen. Vorgesehen ist zum Beispiel ein zweiwöchiges Praktikum in einer Pflegeeinrichtung, um einmal praktisch erleben zu können, wofür Hilfsmittel benötigt werden und wie sie den Pflegealltag unterstützen. Freiwillig kann man an Workshops teilnehmen oder auch bei zahlreichen Messeauftritten dabei sein.

In einem Jahr beende ich meine Ausbildung und habe sehr gute Chancen auf eine unbefristete Übernahme. Ich würde gern in meinem jetzigen Bereich bleiben, denn der ist so abwechslungsreich und ich fühle mich immer gefordert.

Abschließend kann ich sagen, dass ich total froh bin, mich um diese Ausbildung beworben zu haben. Die AOK PLUS ist mit über 140 Filialen in Sachsen und Thüringen, über 7000 Mitarbeitern, und mehr als 3,3 Millionen Versicherten ein riesiger Arbeitgeber mit tollen Zukunftschancen für junge Menschen wie mich. Ich kann jedem, der gern im Team arbeitet, aufgeschlossen, engagiert, kommunikativ und wissenshungrig ist – und einen guten Realschulabschluss oder ein gutes Abitur hat, diese Ausbildung nur empfehlen!

Steckbrief zum Beruf

Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen

allgemeine Angaben

  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Auszubildende bundesweit: 5.300
  • Auszubildende in Thüringen: 114

Angaben zur IHK Erfurt*

  • Anzahl der Ausbildungsbetriebe: 17
  • Anzahl der Auszubildenden: 62
  • Berufsschulstandorte: Weimar

(*Die obigen Angaben beziehen sich auf den Einzugsbereich der IHK Erfurt, Stand: 2019)

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