Vorgestellt: Dominik Lutz und seine Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter (Straßenbau)

Dominik Lutz in seiner Ausbildung als Tiefbaufacharbeiter

Hallo, mein Name ist Dominik Lutz und ich bin jetzt 17 Jahre alt. Als ich 15 war, habe ich mich für viele Dinge interessiert, nur bloß nicht dafür, was ich später beruflich werden will. Dann war BAUER bei uns an der Regelschule und auch auf der Berufsmesse in Sömmerda im Rahmen der Berufsorientierung. So konnte ich mich genau informieren und mein Interesse wurde geweckt.

Die BAUER Bauunternehmen GmbH ist mit ca. 240 Mitarbeitern ein mittelständisches Bauunternehmen mit Schwerpunkt im Straßen- und Tiefbau sowie mit mehreren Beteiligungen im Baunebengewerbe. Die Firmengruppe steht für eine solide Marktstellung und qualitativ hochwertige Arbeit mit einem motivierten Mitarbeiterteam. Darüber hinaus widmet sich BAUER verstärkt der Ausbildung und zeigt leistungsabhängige Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des Unternehmens auf. Erst im November 2017 wurde das Unternehmen erneut von der IHK als „Hervorragender Ausbildungsbetrieb“ ausgezeichnet.

„BAUER hat eine lange Tradition und der Bau ist zukunftssicher!“ dachte ich mir und nach Abgabe meiner Bewerbung, einem Vorstellungsgespräch mit Einstellungstest und einem erfolgreichen Baustellenpraktikum bekam ich den Ausbildungsvertrag zum Straßenbauer. Aktuell absolviere ich die 1. Stufe der Ausbildung, die ich im Juni 2018 mit dem Tiefbaufacharbeiter – Schwerpunkt Straßenbauarbeiten abschließen werde.

Neben der Theorie in der Berufsschule in Weimar und der überbetrieblichen Ausbildung im Bildungswerk BAU Hessen-Thüringen e.V. in Erfurt nimmt im Laufe der Ausbildung der Einsatz auf der Baustelle zu. Jeder Azubi wird bei uns von einem erfahrenen Polier ausgebildet. Man fährt gemeinsam zur Baustelle und arbeitet im Team. Ich hätte mir nie vorstellen können, den ganzen Tag im Büro oder am Fließband zu arbeiten. Mir gefällt die Arbeit im Freien, auch wenn das Wetter nicht immer mitspielt. Man ist ständig in Bewegung und die Aufgaben mit den damit verbundenen Tätigkeiten sind abwechslungsreich – kein Tag gleicht dem anderen. Neben der körperlichen Arbeit ist auch der Kopf gefordert. Durch immer modernere Technik muss man konzentriert arbeiten …und das Beste ist, man sieht das Ergebnis seiner täglichen Arbeit – das motiviert mich. Auch mit der derzeitigen tariflichen Ausbildungsvergütung in den 3 Jahren – steigend in Höhe von 705,-€/ 910,-€ und 1130,-€ monatlich – kann ich auf eigenen Füßen stehen und mit 30 Tagen Urlaub habe ich genug Freizeit für Freunde und Hobbys.

Vom ersten Tag an fühlte ich mich super betreut. Egal, welche Fragen oder Probleme man hat, man bekommt Unterstützung. Auch wenn die Schule mal nicht läuft, gibt es die firmeneigene Nachhilfe zur Vorbereitung auf die Prüfung. Der Abschluss als Straßenbauer nach dem 3. Lehrjahr als Ende der 2. Ausbildungsstufe ist zwar noch weit weg, aber muss nicht das Ende sein. Aufgrund der sehr guten Übernahmechancen habe ich bei BAUER die Möglichkeit, weiter Erfahrungen zu sammeln und mich individuell weiterzuentwickeln. Hier gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, vielleicht werde ich später ja mal selbst Polier und bilde Azubis aus.

Ich hoffe darauf mit meinem Bericht, dass Interesse vieler Jugendlicher auf eine Ausbildung in der Baubranche geweckt zu haben und sage „Tschüss“….


Arbeiten auf und unter „Niveau“: Die Ausbildung als Tiefbaufacharbeiter/in

Statement Prof. Gerald Grusser:

In der Bauwirtschaft gibt es ein abgestuftes Ausbildungsmodell, welches einen einfachen Berufszugang für Schüler unterschiedlichster Leistungsvoraussetzungen ermöglicht. Dabei ist der Übergang von einer zweijährigen in eine dreijährige Ausbildung jederzeit gewährleistet. Auf Grund der Vielfalt der Berufe findet hier jeder Interessent das für ihn passende.

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Überall dort, wo es auf Baustellen in die Tiefe geht oder Verkehrswege unmittelbar an der Erdoberfläche entstehen, befindet sich das Arbeitsgebiet der Tiefbaufacharbeiter.

Sie werden in Baufirmen der Industrie und im Handwerk ausgebildet. Dabei ist der Abschluss „Tiefbaufacharbeiter/-in“ nur der erste Abschnitt in der Stufenausbildung in den Bauberufen. Doch bereits in dieser zweijährigen Ausbildung, die mit einer Prüfung bei der IHK endet, erfolgt die Spezialisierung der Fachleute in einem der Schwerpunkte Straßenbauarbeiten, Rohrleitungsbauarbeiten, Kanalbau-, Brunnen- und Spezialtiefbauarbeiten oder Gleisbauarbeiten. Wer die Prüfung als Tiefbaufacharbeiter/-in erfolgreich bestanden hat, für den steht in der Praxis die Möglichkeit offen, in einem dritten Ausbildungsjahr einen weiteren, aufbauenden Abschluss zu erwerben – zum Beispiel den Straßenbauer oder den Kanalbauer.

Die verschiedenen Spezialisierungsrichtungen deuten bereits darauf hin, wie breit und vielschichtig das Einsatzgebiet und die Anforderungen in diesem Beruf sein können. Im Schwerpunkt Straßenbau ist es nicht damit getan, die künftige Trasse auszuheben, zu verfüllen und zu verdichten und den neuen Belag aufzubringen. Auch Böschungen sind anzulegen, die Oberflächenentwässerung muss sichergestellt sein und wenn Bordsteine oder Pflasterbeläge zu verlegen sind, ist trotz modernster Bautechnik oft körperlich schwere und zum Teil unbequeme Arbeit zu leisten.

Die Bandbreite der Aufgaben lässt mit Sicherheit keine Langeweile aufkommen. Handwerkliches Können im Umgang mit Schaufel, Pflasterhammer und Wasserwaage ist genau so gefragt wie die Beherrschung moderner Technik. Hinzu kommt die Arbeit mit Vermessungsgeräten, die Anforderungen an mathematisches Wissen stellt und wenn es darum geht, Baustoffe wieder zu verwerten oder Bodeneigenschaften zu beurteilen, sind Kenntnisse in Physik oder Chemie erforderlich.

Um diesen Beruf zu ergreifen ist keine bestimmte Vorbildung erforderlich. Die Unternehmen erwarten aber einen guten Hauptschulabschluss. Für den, der einen regelmäßigen Arbeitstag möglichst in der Nähe der Wohnung sucht, etwas gegen Arbeiten im Freien bei Wind und Wetter hat, nicht viel von Teamarbeit hält oder empfindlich gegenüber Staub, Lärm oder körperlicher Anstrengung reagiert, für den ist dieser Beruf garantiert der falsche.

Nach einer Fortbildung, im Anschluss an die Ausbildung, können sich Tiefbaufacharbeiter beruflich neuen Herausforderungen stellen, beispielsweise als Polier, als Ausbilder/-in für den Berufsnachwuchs von übermorgen, als Techniker/-in oder gar als Meister/-in.

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Steckbrief zum Beruf

Tiefbaufacharbeiter/in

Allgemeine Angaben

Ausbildungsdauer: 2 Jahre
Auszubildende bundesweit: 1.582
Auszubildende in Thüringen: 96

Angaben zur IHK Erfurt*

Anzahl der Ausbildungsbetriebe: 25
Anzahl der Auszubildenden: 80
Berufsschulstandorte: Weimar (für Straßenbau)
Gera (für Gleis- und Rohrleitungsbau)
Zwickau (für Kanalbau)
(* Die Angaben beziehen sich auf den Einzugsbereich der IHK Erfurt, Stand: 2018)

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1 Antwort
  1. Avatar
    Stefan Tiez sagte:

    Hallo Alltagsheld,
    hast du schon von SOB-Pfählen gehört?
    Ich studiere gerade eine Kostenaufstellung eines Tiefbauunternehmens und habe diesen merkwürdigen Posten gefunden.
    Was meinen die nun mit SOB-Pfählen?
    Danke im Voraus und LG
    Stefan

    Antworten

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